Premiere von Wagners Oper »Die Meistersinger von Nürnberg« am Theater Ulm

FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG
Obwohl es so aussieht, als würde sich mit den „Meistersingern“ ein beruflicher Kreis Metzgers schließen, gab ein ganz pragmatischer Grund den Ausschlag für die Stückwahl – die möglich gewordene Besetzung der weiblichen Hauptrolle mit der hauseigenen Sopranistin Maryna Zubko, die diese Partie nach einem Fachwechsel übernehmen wollte. Sie bringt das „morgendlich leuchten“, das Stolzing in seinem Preislied utopisch beschwört, als lyrische Emanation zum Vorschein: ein von Schönheit und sehnsüchtigem Glücksgefühl erfüllter Gesang, der seine erotische Attraktivität auch auf Sachs ausübt.

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Herausragende Darbietungen von Joachim Goltz und Maryna Zubko

Eva besitzt mit Maryna Zubko nicht nur die schönste Stimme des Abends, sie kämpft enorm um ihre erotische Selbstbestimmung und verdreht Sachs mehr als nur den Kopf.

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Mit der Rolle der Eva ist Maryna Zubko nun auch ins jugendlich-dramatische Fach gewechselt, was ihr mit Bravour gelungen ist. Ihre Stimme hat sich so entwickelt, dass sie mit kräftigen Tönen die Höhen mühelos bewältigt, mit zarten Klängen die verliebte Frau unterstreicht, und obendrein wird wieder einmal ihr schauspielerisches Talent sichtbar. Man kann nur wünschen, dass sie auf ihrem freischaffenden Werdegang noch mehr Angebote für Wagner-Partien bekommt, denn sie hat alle Voraussetzungen dafür.

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Eva wird von Maryna Zubko strahlend in der Höhe gesungen; sie probiert sich erfolgreich in neuem Fach aus.

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