SÜDWEST PRESSE
Von Verdi bis Radetzky, immer in Hochform
Theater Ulm Bei der Premiere des Neujahrskonzerts gibt es Standing Ovations für die Ulmer Philharmoniker
unter Felix Bender und die Solistin.
Vielfalt war Trumpf. Und erst recht Maryna Zubko, seit sieben Jahren im Solistenensemble,
hochgelobt derzeit als Mimí in Puccinis „La Bohème“. Die deutsch-ukrainische Sopranistin in
himbeerfarbener Robe ist ein Allround-Talent. Mit Leichtigkeit überstrahlte ihre füllige, lyrische
Stimme in „Dich, teure Halle“ aus Wagners „Tannhäuser“ das Orchester-Forte. Wandlungsfähig mit
schönstem Pianissimo beeindruckte ihr Monolog der Adriana „Io son l´umile ancella“ aus
Francesco Cileas Opernrarität. Vollends betörte sie die Herzen mit der charmanten „Juwelen-Arie“
aus Gounods „Faust“-Oper mit Koloraturglanz bis zum hohen C. Bravorufe.
Der leichten Muse gehörte der zweite Teil, eingeläutet von Johann Strauß‘ „Waldmeisterouvertüre“
mit Jagdhorn-Thematik und vom Walzer aus Tschaikowskys „Dornröschen“-Ballett. Dazwischen
ging es bei Maryna Zubko im blauen Ballkleid mit tiefem Dekolleté in Lehárs „Paganini“-Operette um
„Liebe, du Himmel auf Erden“. In Kusslaune flirtete die Sopranistin in Gerhard Winklers Casanova-Lied
mit dem Dirigenten, Konzertmeister Tamás Füzesi und dem Publikum.
In Andrew Lloyd Webbers „Phantom der Oper“ überraschte neben der Sopranistin in „Think of me“
Benjamin Künzel in der Bariton-Kurzrolle als Raoul. Während seines kurzen Jahresrückblicks dankte
Künzel unter Sonderapplaus dem scheidenden Intendanten Kay Metzger. Nach dem heißen Ritt
durch Saint-Saëns‘ „Bacchanale“ aus der Oper „Samson et Dalila“ und Riesenjubel machten zwei
Zugaben vollends glücklich. Maryna Zubko, die am Ende der Spielzeit auf eigenen Wunsch Ulm
verlässt, um als freie Sängerin zu arbeiten, berührte mit dem Puccini-Hit „O mio babbino caro“.
EISLINGER ZEITUNG & NUSSBAUM.DE
Konzert in Eislingen
Eine, die die Herzen der Eislinger Konzertgäste im Sturm eroberte, ist Maryna Zubko. Die deutsch-ukrainische
Sopranistin brillierte nicht nur einmal, sondern präsentierte ihr ganzes Können.
Stimmgewaltig übertönt sie auch das Forte des Orchesters. Schon bei Richard Wagners „Tannhäuser“ zeigte sie
ihr Format und sie kann auch leise Töne mit sanftem Piano und Pianissimo, mit schmelzender Stimme, sie
beherrscht mühelos die Koloratur bis zum hohen C, mit absoluter Bühnenpräsenz fesselt sie ihre Zuhörer.
Orchester und Solistin sind ein eingespieltes Team, seit sieben Jahren gehört Maryna Zubko zum Solisten-Ensemble.
Zum Saisonende verlässt sie das Ulmer Haus, um neue Wege als freie Sängerin zu beschreiten.
Zumindest beim jetzigen Konzert-Auftakt des Jahres kamen die Eislinger Gäste noch in den absoluten Hörgenuss,
des Zusammenspiels zwischen Musikern und hochkarätiger Solistin.
AUGSBURGER ALLGEMEINE
Neujahrskonzert voller Emotion und Energie
Im Sommer verlässt Sopranistin Maryna Zubko Ulm. Beim Neujahrskonzert
beschert sie dem Publikum mit den Ulmer Philharmonikern einen Abend der
Extraklasse.
Was haben Richard Wagner und Andrew Lloyd Webber gemeinsam? Beide reimten – Wagner
im „Thannhäuser“, Webber im „Phantom der Oper“ – die Begriffe „Raum“ und „Traum“,
wenngleich musikalisch höchst unterschiedlich verarbeitet. Von Wagners romantischer
„Thannhäuser“-Oper bis zum Musical reichte die enorme Bandbreite, die Solistin Maryna
Zubko als Stargast des Neujahrskonzertes präsentierte: ein schwungvoll-emotionaler Abend
der Extraklasse.
Unter der Leitung von GMD Felix Bender und charmant und gut gelaunt moderiert vom
künfigen Operndirektor Benjamin Künzel zeigten sich die Ulmer Philharmoniker ebenso wie
Maryna Zubko von der allerbesten Seite. Die Auswahl der Werke stellte im ersten Teil ernstere
Kompositionen ins Zentrum, im zweiten Teil die deutlich leichtere Muse, doch war es vor wie
nach der Pause perfekt auf die hohen Fähigkeiten der Solistin, die Ulm im Sommer verlässt,
zugeschnitten.
Nach dem Aufakt mit der Ouvertüre von Giuseppe Verdis eher selten gespielter Oper „La
Forza del destino“ grüßte Maryna Zubko im violettgoldenen Seidenkleid „Dich, teure Halle,
grüß’ ich wieder“ – womit gleichzeitig auch das Publikum gemeint war. Erste „Bravo!“-Rufe
waren bereits nach diesem Aufakt im Großen Haus zu hören. Die Solistin legte all ihre
Energie und Stimmgewalt, gleichzeitig feine Differenzierung und Emotion in die
Opernausschnitte des ersten Teils. So traumatisch Benjamin Künzels schulische und
jugendliche Erfahrungen mit Goethe „Faust“-Stoff seiner eindringlichen Schilderung nach
gewesen sein müssen – das Programm griff diesen Stoff zur Freude des Publikums zweifach
und auf verschiedene Weise auf. Einmal instrumental mit Hector Berlioz‘ „La damnation de
Faust“, und Maryna Zubko brillierte stimmlich wie schauspielerisch mit der Juwelenarie der
verliebten Margarete aus Charles Gounods Oper „Faust“.
Ein Raunen ging durch den ausverkaufen Saal, als Maryna Zubko im blauen, tief
dekolletierten Abendkleid mit Schlitz und ausgestattet mit funkelnden Leihgaben des Ulmer
Goldschmieds Alfonso Anzivino die Bühne betrat. Um die Liebe geht es in diesem zweiten
Teil, mit Franz Lehars „Liebe, du Himmel auf Erden“, mit dem „Casanova“-Lied des
„Caprifischer“-Komponisten Gerhard Winkler, bei dem Maryna Zubko Felix Bender und
Kapellmeister Tamas Füzesi kokett und mit aller Verführungskunst um den Finger wickelte.
Und eben mit dem „Phantom der Oper“-Lied der Christine Daae „Think of me“, dazu
instrumental unter anderem mit einem Walzer aus dem Tschaikowsky-Ballett „Dornröschen“
und der „Bacchanale“ aus Camille Saint-Saëns‘ Oper „Samson und Dalila“.


